Am 1. Mai landeten Kassia Borges und Ibã Sales in Wien… es folgten 12 Tage gemeinsamen Malens, das 12 Meter Wandbild „Water healing“ für die Festwochenzentrale am Badeschiff, einige Workshops, viele Gesänge, Diskussionen und Performances… und ein Ausflug ins MOC – Museum of Change…
Dank an die Wiener Festwochen, den VBKÖ und alle, die dieses wunderbare Projekt durch ihre Teilnahme und Unterstützung ermöglicht haben.
MAHKU dringt in den »Digitalen Organismus« des MUSEUM OF CHANGE ein, ihre Bilder und Gesänge wurden durch das Wiener Künstlerteam SHA.ART digitalisiert und in das generative System des MOC integriert. Daraus entstand SPIRITS OF THE FOREST – eine immersive Echtzeit-Komposition zwischen indigener Spiritualität und künstlicher Intelligenz. Das MUSEUM OF CHANGE verbindet historische Architektur mit innovativer Medienkunst. Licht, Klang, Bild, Raum und die Interaktion zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz verschmelzen hier zu einem futuristischen Gesamtkunstwerk. Inmitten der denkmalgeschützten Architektur der revitalisierten ALTEN POST entsteht jeden Abend ein öffentlich zugängliches 360°-Freiluftmuseum – eine neue Form von »Mediarchitektur«. MAHKU: Spirits of the forest / MOC ist ein Projekt von globalista, kuratiert von Silvia Jura
2.6. 21:30 , Alte Post, Fleischmarkt 8, 1010 Wien
Mi 3.6: 20:00 Do 4.6: 13:00 – 17:00 Do 4.6: 20:00 Fr. 5.6.: 11.00 – 15:00 BADESCHIFF – Festivalzentrale
Down to earth @ Wiener Festwochen MAHKU – Ibã Sales Huni Kuin & Kassia Borges
Performance: 3.6. 20:00 – Badeschiff
Ibã Sales Huni Kuin ist ein Meister der Huni Meka Gesänge der Huni Kuin, die eng mit der Kultur des Nixi Pae, einem halluzinogenen Getränk, verbunden sind. Die monotonen Gesänge kommen aus der Tier- und Geisterwelt, erzählen von Heilungsvisionen und lassen unbekannte Bildwelten in uns aufsteigen. Begleitet wird Ibã von einigen seiner Wiener Schüler*innen, Special Guest ist die brasilianische Künstlerin Célia Mara. Ein ritueller Einstieg in eine Transmystical Nacht.
MAHKU, das Kollektiv um Ibã Sales Huni Kuin und Kassia Borges hat sich am internationalen Kunstmarkt etabliert. Die Bilder erzählen Geschichten vom Ursprung, von den Geistern des Waldes, die den Menschen Heilung und Visionen bringen. Der Erlös der Bilder fließt zurück in den Regenwald, um Land zu kaufen und wieder aufzuforsten.
An der Schnittstelle von traditioneller Kultur der Huni Kuin, Animismus und kapitalistischem Kunstmarkt steht indigener Widerstand gegen ein System, das seit über 500 Jahren die indigene Bevölkerung auszulöschen versucht.
Huni Meka, Kene Kuins, Körperbemalung – die Huni Kuin aus dem brasilianischen Amazonas, nahe der peruanischen Grenze sind ein Volk voller Kunst. Ihre Bildsprache ist UNESCO geschütztes brasilianisches Kulturgut, ihre Kultur kommt von den Geistern des Waldes – geheimnisvoll und mächtig.
Im zweitägigen Workshop werden uns Ibã Sales, spiritueller und künstlerischer Leiter von MAHKU und Kassia Borges, Kuratorin, in die mystische Welt der Huni Kuin einführen. Der kreative Arbeitsprozess von MAHKU, , das mit seinen großformatigen Wandgemälden internationalen Ruhm erreicht hat – u.a. bei der Biennale in Venedig, wird gemeinsam erfahren. Geführt von den Gesängen Ibãs entstehen Bildwelten, die die Heilung aus der Welt der Tiere und Geister zu den Menschen bringen.
Der Workshop verlangt keine Vorkenntnisse, nur die Bereitschaft, in unbekannte Welten einzutauchen. .
MAHKU, das Künstler*innen Kollektiv aus dem Amazonas um Ibã Sales Huni Kuin und Kassia Borges Karajá beglückt die Wiener Festwochen und ihre Besucher*innen mit „A cura das Agúas“- „Wasserheilung“ . Das 12 Meter große Werk, im Kollektiv mit 32 Teilnehmenden in Wien entstanden, verwandelt die Festivalzentrale am Badeschiff in einen Ort der kollektiven Heilung. Heilungsgesänge werden gemeinsam praktiziert, ein Workshop zu Kultur und Kunst der Huni Kuin ebenso wie eine Debatte über Kunst als Weg indigenen Widerstandes finden Anfang Juni statt. MAHKU arbeitet mehrdimensional, neue Technologien sind für die Huni Kuins einfach neue Erfahrungen. So gibt es am 2. Juni im MOC – Museum of Change eine Begegnung mit einem KI-gesteuerten Organismus … und am 3. Juni treffen die traditionellen Gesänge Ibãs im Transmythical Zyklus am Badeschiff auf Konzepte der Transmedialen.
MAHKU, das Künstler*innenkollektiv aus dem Amazonas, um Ibã Sales Huni Kuin und Kassia Borges Karajá, verwandelt die traditionelle Heilmusik des Volkes der Huni Kuin in Bilder. Mit internationalem Erfolg! Ihre Werke finden sich in den großen Museen Brasiliens, in Europa und den USA, sie gestalteten u.a. den Hauptpavillon der Biennale Venezia 2024. Für die Festwochen-Zentrale 2026 schufen sie das Bild „ A Cura das Agúas – Waterhealing“ am Badeschiff.
Im „virturealen“ Raum des Museum of Change – MOC kommunizieren ihre mythischen Wesen mit künstlicher Intelligenz, die jahrtausendealte Heiltradition der Huni Kuin interagiert mit einem digitalen Organismus, formt neue Heilgesangsklänge und schafft Visionen aus der Zukunft. Begleitet von einem KI Guide werden die Besucher*innen in eine Zeit-Raum-Reise bis in die Kosmologie des Amazonas-Regenwaldes begleitet – Kunst, Technologie und spirituelle Heilung treffen aufeinander.
„Water Healing“ ist ein Gemeinschaftsprojekt zur Gestaltung eines mächtigen Wandgemäldes (12 Meter breit) unter der Leitung von MAHKU, dem Künstler*innen Kollektiv der Huni Kuin, das für seine großformatigen international Werke bekannt ist. Im Rahmen des Programms „Republic of Gods“ der Wiener Festwochen lädt MAHKU Künstler*innen, Studierende und alle Interessierten ein, am kollektiven Schaffensprozess teilzunehmen und in das künstlerische und heilende Wissen der Völker des Amazonas einzutauchen.
MAHKUs Praxis setzt sich mit traditioneller Huni-Kuin-Musik (Huni-Meka-Gesänge) auseinander und übersetzt diese in eine multimediale Bildsprache. Unter der Leitung des spirituellen Führers und Gründers Ibã Sales Huni Kuin sowie der Künstlerin und Kuratorin Kássia Borges basiert der kollektive Prozess auf dem Konzept der Wiederaufforstung des Geistes. Dies ist ein Aufruf der indigenen Völker an die westliche Welt: das Wiedererleben von Träumen, Beziehungen, Vergangenheit und Zukunft. Durch die Arbeit von MAHKU entfaltet sich ein ganzheitliches Verständnis des Seins; sie erforschen die kontinuierliche Wiederbelebung von Ursprungsmythen, die Auflösung linearer Zeit und die tiefe Verbindung zwischen allen Wesen im Alltag und in der spirituellen Welt.
Der kreative Prozess findet im Verband bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) statt, der das von globalista im Rahmen der Wiener Festwochen organisierte Projekt unterstützt.
Das Gemälde wird am Badeschiff, dem Hauptquartier des Festivals, zu sehen sein und auf diese Weise den VBKÖ und das Badeschiff symbolisch mit dem Geist des Waldes verbinden.
ORGANISATORISCHE INFORMATIONEN
Zeitraum: 4.–12. Mai, täglich von 9:00–13:00 Uhr(Slot 1) und 14:00–18:00 Uhr(Slot 2)
Ort: VBKÖ, Maysedergasse 2/28, 1010 Wien
Teilnehmer: 6 Personen pro Zeitfenster/Slot (vormittags oder nachmittags)